#2: Retail neu denken - Relevanz, Technologie und die Rolle physischer Räume mit Markus Deserno
Shownotes
Was macht physische Räume heute noch relevant - und welche Rolle sollte Technologie dabei wirklich spielen? In dieser Folge von Beyond the Screen spricht Noëlle mit Markus Deserno über den Wandel physischer Räume.
Im Fokus stehen nicht Produkte oder Trends, sondern Einordnung: Warum funktionieren manche Stores und Räume als Erlebnis- und Entscheidungsorte - und andere trotz Investitionen nicht? Welche Erwartungen haben Menschen heute an physische Räume? Und wann ist Technologie Enabler statt Showeffekt?
Themen der Episode:
- Retail als sichtbares Beispiel für den Wandel physischer Räume
- Technologie als Mittel zum Zweck
- Erlebnis, Effizienz und Orientierung
- Nachhaltigkeit als Erwartung, nicht als USP
Viele dieser Gedanken greifen wir auch auf der EuroShop weiter auf. Kommt uns gerne besuchen in Halle 4, Stand 4A29!
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum physische Räume heute funktionieren - oder eben nicht.
Der Gast: Markus Deserno, Senior Business Development Consultant, invidis consulting GmbH Webseite: https://invidis.de/invidis-consulting/ Linkedin: https://www.linkedin.com/in/markus-deserno/?locale=en
Die Hostin: Noelle Giesselbach, Marketingleiterin DACH, Sony Professional Displays & Solutions https://www.linkedin.com/in/noelle-giesselbach-426767147/
Mehr zu uns: Webseite: https://pro.sony/deDE/home Instagram: https://www.instagram.com/beyondthescreenproav LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/sony-professional-europe/ Youtube: https://www.youtube.com/@sony-professionaldisplayss809
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:25: Willkommen zu einer neuen Folge von Beyond The Screen.
00:00:29: Heute geht es um einen Ort, den wir alle kennen und der sich gerade stärker verändert als je zuvor.
00:00:36: Nämlich der stationäre Handel.
00:00:38: Mein heutiger Gast ist Trommelwirbel, Markus DiSerno.
00:00:44: Und wenn man sich schon länger mit Retail-Storekonzepten und der Frage beschäftigt, wie physische Räume heute noch relevant bleiben, dann ist sein Name kaum wegzudenken.
00:00:57: Markus bringt eine mir sehr wichtige Perspektive mit.
00:01:02: Und ich auch sehr schätze, er kennt den Handel aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, von Hersteller über Händler bis hin zu Projekt- und Beratungsperspektive.
00:01:12: Vor allem aber schaut er nicht nur auf die Technik oder Trends, sondern immer auf das Warum dahinter.
00:01:19: Warum funktionieren manche Stores und andere trotz großer Investitionen nicht?
00:01:24: Welche Rolle spielt Technologie heute wirklich?
00:01:27: Und was erwarten Kundinnen eigentlich von einem Laden, wenn sie theoretisch ja auch alles online bekommen könnten?
00:01:34: Genau darüber sprechen wir heute.
00:01:36: Ehrlich reflektiert und ohne Marketing.
00:01:40: Also schön, dass du da bist, Markus.
00:01:42: Ich freue mich wirklich sehr.
00:01:44: Hallo, Noel.
00:01:45: Vielen Dank für die wirklich tolle Vorrede.
00:01:48: Ich glaube, ich bin ein bisschen rot geworden.
00:01:51: Ja.
00:01:51: Aber wenn man so lange wie ich schon dabei ist, vielleicht hat man dann auch einfach auch schon eine ganze Menge gesehen.
00:01:57: Können wir einfach mal so sagen.
00:01:58: Das stimmt.
00:01:59: Ich freue mich sehr, dass du hier bist und dass wir heute so ein bisschen deine Expertise mit unseren Hörern teilen.
00:02:05: Markus, bevor wir in Konzepte und Stores eintauchen, lass uns kurz bei dir einfangen.
00:02:10: Stell dich doch einfach mal ganz kurz den HörerInnen vor.
00:02:13: Ja.
00:02:15: Markus DiSerno, mittlerweile fifty-fünfzig Jahre alt und ich glaube das erste Mal habe ich mich um das Thema Store-Konzept des Stores und ähnliches gekümmert.
00:02:25: Da stand noch nach eins, neun vor den Jahreszahlen, das ist also jetzt auch schon ein bisschen her.
00:02:29: Sicherlich bei mir immer das Thema digitale Stores und was man digital in Stores machen kann.
00:02:36: habe dann, wie gesagt, Ende der neunziger Jahre mit dem Projekt Multimedia begonnen, wo es um die Verlängerung von Werbebotschaften auch im Handel ging, über Projekte in drei neunzig Ländern mit einem deutschen Automobilisten, Firmengründungen, Firmenübernahmen, Merges, alles was man dementsprechend machen kann, aber das zentrale Thema war hauptsächlich Retail, alles was doch funktioniert oder vielleicht auch nicht funktioniert.
00:03:04: und auch in den letzten Jahren jetzt in der Beratungsbranche unterwegs.
00:03:09: Das heißt jetzt noch spezieller auf das Thema wirklich Sinn und Unsinn von Konzepten, Ideen und auch manchmal Technologie, weil Technologie an sich ist kein Lösungsfaktor, sondern es muss immer eingebunden sein in verschiedenste Themen.
00:03:25: Wie gesagt, seit verschiedenen Jahren jetzt bei der Invides als Invides-Impact, muss man sagen, als Berater.
00:03:33: Warum Impact?
00:03:35: Weil wir im Bereich des Impact eher operativ beraten und nicht nur die Strategie, sondern wir gehen auch wirklich dahin, wo es schmerzt, wo man sich auch die Finger schon mal sputzig macht und wo man aber auch den Finger auf die Wunde legen muss.
00:03:49: Und du warst ja auch schon mal, da erkennen wir uns auch sehr gut eine Zeit bei Sony.
00:03:54: bei uns
00:03:56: als sehr geschätzter Kollege.
00:03:58: Von daher ist das auch immer ganz spannend, weil du kennst halt auch viele Perspektiven auch von uns, von der Herstellerseite, weil da geht es ja auch, wie du sagst, Technologie sollte ja auch am Nutzen oder am Nutzer entwickelt werden und was sie auch wirklich nachher das im Ende auch im Store hilft.
00:04:14: Also muss ich ganz ehrlich sagen, das war eine sehr spannende Reise auch mit euch in diesem Umfeld, weil natürlich auch ein Brand, der sich neu in diesem Bereich bewegt.
00:04:24: viele, viele Fragen darstellt und auch viele Ideen sicherlich, aber dann auch den Nutzen davon zu schaffen.
00:04:30: Und das waren, ich glaube, anderthalb wirklich sehr spannende Jahre, wo wir, glaube ich, auch ein ganzes Schritt vorwärts gekommen sind.
00:04:38: Und ja, das dauert auch immer ein bisschen, aber ich glaube auch jetzt sieht man langsam die Erfolge in diesem Umfeld.
00:04:43: Absolut.
00:04:44: Ich denke ja auch, um den Hörerinnen immer, ich versuche so ein bisschen, die Eintrittsürde niedrig zu halten, wenn man mit Themen sich noch nicht so befasst hat und jemand da draußen ist, der Retail vielleicht gar nicht so gut kennt.
00:04:55: Also man kann sich das vorstellen bei uns bei Sony.
00:04:57: Wir habe ich in der ersten Folge schon mal erklärt, wir kommen ja aus dem Konsumerbereich.
00:05:03: Das heißt, wir haben professionelle Displays auf Basis von Kunden Feedback entwickelt und was der Markt braucht und von uns erwartet und möchte.
00:05:13: Und genau das Thema Retail ist ein Segment, wo auch genau geschaut wurde.
00:05:18: Was braucht denn eigentlich so ein online, ein online sage ich schon, ein Store?
00:05:23: Was wird eigentlich erwartet im ... Laden im Geschäft, in Flughäfen, wo auch immer?
00:05:29: was können wir dazu beitragen?
00:05:32: und es war eine ganz oder ist immer noch eine ganz spannende Reise.
00:05:35: Und da zum Beispiel ja war Markus bei uns im Team, da haben wir uns kennengelernt.
00:05:39: Das war mir immer ein großes Fest und ist es heute noch.
00:05:43: Das heißt, du hast ja ganz viele Expektive, die du mitbringst und wir würden gerne einmal das heute anzapfen, um diese ganze Retail-Welt zu... erleben und kennen zu lernen mit dir.
00:05:56: Du reist ja auch tatsächlich sehr, sehr viel, guckst dir viele Stores an, versuchst zu erkennen, was sind die Trends, wie sehen die Stores aus, was funktioniert, was funktioniert nicht.
00:06:07: Und dafür reißt du halt durch ganz Europa und versuchst auch Dinge kritisch zu hinterfragen.
00:06:14: Und genau das möchten wir quasi heute einmal benutzen.
00:06:17: Sehr gerne.
00:06:17: Also das witzige ist, glaube ich, ist mittlerweile ein geflügelter Spruch schon.
00:06:22: Ich bin in mehr Stores gewesen als meine Frau.
00:06:25: Das heißt, entweder in der Stadt oder in der Großstadt oder... wenn ich auch alleine unterwegs bin, ich gehe wirklich gerne in Stores rein und versuche zu verstehen, was ist die Idee dahinter.
00:06:35: Und wie werden Sachen gemacht?
00:06:37: Und was man wirklich sieht, auch wenn es mittlerweile immer mehr europäische Sichtweisen auf Dinge gibt, die Länder sind doch sehr, sehr unterschiedlich und sehr verschieden, teilweise sehr, sehr spannend.
00:06:47: Und man hat auch in den letzten Jahren wirklich gelernt, Dinge nicht nur auf dem Reisbrett zu entwickeln, sondern auch auf ihre Funktionabilität zu prüfen, bevor sie dann wirklich in Rollout skin.
00:07:00: Ja, ich finde das auch immer spannend, wenn man im Urlaub ist und ich gehe total gerne dann in einen, ich will jetzt hier keine Name-Dropping machen, aber zum Beispiel, also ist ja... Aber ich gucke mir gerne dann so ein Zara-Store an, weil ich finde, dass die schon einen sehr kreativen Angang haben.
00:07:18: Es ist ja fast schon ein Museum, was man sich anschaut, neben der Kleidung und da einfach durchzugehen.
00:07:24: Portugal, Spanien, die haben ja ganz andere, inzwischen auch viel in Deutschland.
00:07:28: Also ich meine Leipzig letztens auch in einem Zara, der sehr ähnlich toll aus, aber im Ausland finde ich, da sieht man immer noch mal viel mehr einen kreativen Angang, der inzwischen ja auch nach Deutschland schwappt.
00:07:41: Definitiv.
00:07:41: Und manchmal war jetzt Anfang des Jahres schon wieder unterwegs und wurde dann von Passanten auch seltsam angeguckt, weil ich habe ein Geldautomaten gefilmt.
00:07:52: Warum habe ich den Geldautomaten gefilmt?
00:07:54: Weil der war in der LED-Fassade eingebaut.
00:07:56: Das heißt also, man hatte zwei Geldautomaten, die wirklich in der LED-Fassade eingebaut waren, um halt Aufmerksamkeit zu schaffen.
00:08:03: Und wenn ich mir überlege, wie bei uns in Deutschland so Geldautomaten positioniert sind, ist das vielleicht eine etwas andere Geschichte.
00:08:10: Aber auch um das zu sagen, was du beschrieben hast mit Sarah, da ist ja die komplette Inditex-Gruppe wirklich in diesem digitalen Umfeld sehr, sehr weit unterwegs, aber auch auf verschiedenen Ebenen.
00:08:22: Weil auch da sieht man jetzt auch, dass sich wieder Dinge verändern, dass Dors vielleicht nochmal andere Wege und Dinge tun.
00:08:32: Es gibt zum Beispiel jetzt in Paris, habe ich zwei Läden gefunden.
00:08:35: Die scheinbar so reine Neighborhood Stores sind, wo das digitale ganz zurückgefahren worden ist, aber nur noch digitale Kassen fahren sind.
00:08:45: Das heißt, man hat auf jeder Etage acht bis zehn Kassen nur noch eine Betreuungspersonen, die sich darum kümmert.
00:08:52: aber auch basierend auf der Technologie, die jetzt seit mehreren Jahren schon in verschiedenen Stores, die es bei uns in Deutschland gar nicht gibt, sehr gut getestet wurde.
00:09:01: Und man muss sagen, dass was erwartet wird, ist eine gewisse Convenience und die ist zu hundert Prozent gegeben.
00:09:07: Also es ist nicht lange, ich muss irgendwas eins kennen und dann nochmal suchen und machen und hin und her, sondern die Produkte werden hingelegt, sie werden automatisch erkannt.
00:09:16: Du kannst sagen, ob du die Rechnung per Mail oder per SMS haben möchtest und bezahlst und kannst den Laden verlassen.
00:09:22: Warnsicherung ist entfernt, also ist digital entfernt worden und alles, was dazugehört.
00:09:27: Das heißt also, da findet man schon bei Läden, die wirklich nur noch darauf aus sind, schnell zu drehen, weil hier ging es um Sale-Abverkauf.
00:09:36: Andere Konzepte, als wenn man, wie du das beschreibst, wirklich Läden hat, die einfach vom Style und von der Idee her auf einem ganz anderen Niveau sind.
00:09:44: Weil sie aber auch sein sollen, weil sie aber auch diese Inspiration schaffen wollen.
00:09:48: Ja, ja.
00:09:49: Ja, weil das ist auch so ein bisschen die Frage, die ich mir immer stelle, was muss eigentlich heute ein Store noch leisten, um relevant zu sein, wenn wir alle, habe ich ja in meinem Intro auch schon gesagt, eigentlich ja alles online kaufen könnten.
00:10:02: Und das ist dann wahrscheinlich, wie du sagst, zwar hat der... jeweilige Betreiber das Interesse daran, den Sales anzukurbeln, aber auf der anderen Seite möchte der Konsument auch schnell bezahlen können, vielleicht auch weniger mit Menschen in Kontakt sein in Zeiten von Overstimulationen oder auch Corona-Bakterien.
00:10:24: Aber auf der anderen Seite hat natürlich der Betreiber auch ein Fachkräftemangel.
00:10:27: Also es ist immer so ein bisschen die Waage, was braucht der Nutzer und was braucht der Betreiber?
00:10:33: Also ich glaube, ganz, ganz wichtige oder ganz, ganz lustige Geschichte, dass zu uns eigentlich, wir sind ja kurz nach Weihnachten und es gibt ja den Film tatsächlich Liebe.
00:10:42: Ja.
00:10:42: Und da gibt es ja Mr.
00:10:44: Bean, der dieses Geschenk verpackt.
00:10:47: Was ja eigentlich sehr, sehr schnell gehen sollte, weil das war ja nicht für seine Frau geplant, sondern für seine Assistentin oder Sekretärin von dem Käufer.
00:10:55: Und das ist aber, glaube ich, das beschreibt auch.
00:10:58: Das Gefühl, was mittlerweile sehr, sehr häufig da ist, also Convenience ist ein sehr, sehr großer Begriff, der auch innerhalb sehr, sehr vieler Retail-Linien, die es gibt, sehr stark nach vorne getrieben wird.
00:11:10: Und das ist, glaube ich, das, was hier auch Sarah wirklich perfektioniert hat, weil der Check-out dauert.
00:11:18: eine Minute und man ist raus.
00:11:20: So und es gibt nicht, ich muss mich nicht anstellen, ich muss noch dieses und jenes und hin und her.
00:11:24: Natürlich, was unsere deutschen Zuhörer dann wieder wundern wird, es gibt kein Bargeldzahlung mehr, das ist alles nur noch digital und elektronisch.
00:11:34: Was aber auch natürlich am Ende des Tages das Zählen vernachlässigt, weil ich muss die Kasse nicht mehr zählen, weil wenn ich einen Gemischbetrieb habe, ist das immer noch der Aufwand von beiden Sachen.
00:11:43: Wenn ich einen klaren Betrieb habe, kann ich verschiedene Sachen optimieren.
00:11:47: Und ich glaube, Relevanz und auf der anderen Seite aber Convenience ist, glaube ich, das, was sich sehr, sehr stark verändert hat.
00:11:55: Ja,
00:11:55: ja, spannend.
00:11:56: Gibt es denn typische Fehler, die du beobachtet hast, die einen oder die sehr häufig gemacht werden, wenn jetzt inzwischen Stores aufgemacht werden und neu gedacht werden und denken, jetzt habe ich es raus?
00:12:10: Ja, wir alle und immer machen definitiv Fehler.
00:12:15: Ich würde es aber... Auch nicht als Fehler bezeichnen, sondern als versuchen.
00:12:18: das ist das was ich am Anfang schon mal gesagt habe.
00:12:20: Früher wurden Touchpoints entwickelt und wurden dann in den Laden reingestellt, um dann zu gucken oder danach total enttäuscht zu sein, weil es einfach nicht funktioniert hat.
00:12:31: Man muss aber, wenn man sich die Sache anguckt und besonders wenn man jetzt von unserer digitalen Ebene her kommt, muss man aber auch das Ganze ein bisschen anders denken, also nicht nur aus Konsumenten Sicht, sondern auch Store Management.
00:12:43: Das heißt du hast es eben schon gesagt.
00:12:45: Klar, es gibt immer weniger Personal in den Läden, aber trotzdem gibt es eine ganze Menge an Aufgaben, die vor Ort gelöst werden müssen.
00:12:53: Ja.
00:12:53: So, und jetzt hat sich das Marketing überlegt.
00:12:55: Halleluja, wir haben hier einen ganz neuen Touchpoint, den wir einführen, weil das ist ja das Beste der Welt und das muss jetzt sein.
00:13:02: Man sollte die Kollegen Mitarbeiter vor Ort aber auch abgeholt haben und nicht einfach vor vollendete Tatsachen stellen, weil wenn der Kollege da ankommt und das installieren möchte, der Store Manager hat vielleicht gerade zwei Ausfälle, eine Kastenrolle, die nicht funktioniert, eine Lichtanlage, die nicht das tut, was dementsprechend da ist.
00:13:20: Er hat das ganze Lager voll und muss die Ware rausräumen.
00:13:24: Er hat ganz, ganz viele Probleme oder Herausforderungen, die er am Tag lösen muss.
00:13:29: Und dann muss das Digitale schon eine Hilfe für ihn sein und muss ein Mehrwert für ihn bieten.
00:13:34: Und deswegen ist es ganz, ganz wichtig, bei verschiedensten Konzepten diese auch mit den Storemanagern zu besprechen und zu entwickeln.
00:13:43: Und was da, glaube ich, sehr weit vorne ist, sind die ganzen Sportartikel-Hersteller mit ihren Markenläden, die ganz gerne dann Testtouchpoints installieren in ihren Stores.
00:13:57: Immer wieder gibt es neue Wellen und dann kommen dann neue, zwanzig neue Touchpoints rein.
00:14:01: Die probieren sie dann aus.
00:14:03: Und nach drei oder sechs Monaten, wenn sie das ausprobiert haben, entscheiden sie dann, okay, drei davon haben gut funktioniert und die geben wir dann in die Fläche.
00:14:12: Und das ist, glaube ich, was sehr, sehr gut funktioniert und auch sehr wichtig ist, weil einfach nur aus der Idee heraus etwas zu machen, ja, kann man tun.
00:14:21: Aber wenn man eine nachhaltige sinnvollen Umgang damit hat, sollte man das vernünftig planen.
00:14:27: Das führt natürlich dann auch zu das Touchbonds, wo ich zum Beispiel sage, wow, den finde ich total toll.
00:14:32: Ich dann aber nie wieder sehe, weil am Ende des Tages nicht den Vorteil gebracht hat, der einfach von der Brand gewünscht war.
00:14:39: Ja, was wäre denn?
00:14:40: oder was war so ein letzter Zeiten Store, wo du gedacht hast, ja toll.
00:14:45: Das hat dir besonders gut gefallen, muss ja nicht richtig oder falsch sein, aber einfach so von deinem persönlichen Interesse her.
00:14:52: Das war, als ich in Paris unterwegs war, war ich in Marais unterwegs.
00:14:57: Das ist so ein kleines Viertel mit sehr vielen kleinen Läden.
00:15:01: Und zwar war das ein Monobrand Laden, relativ klein, zwei Umkleidekabinen.
00:15:08: Aber vom Produktortiment her, du wusstest sofort, worum es geht.
00:15:13: Du konntest sofort verstehen, was der Ansatz war.
00:15:18: Sie haben sogar mit Duftmarketing gearbeitet und auch die Mitarbeiter waren, es waren zwei, waren beide einheitlich gekleidet mit Produkten aus dem Laden, aber beide das gleiche.
00:15:30: Und es war einfach in so einem kleinen Laden, dass so, manche würden sagen, naja, das ist jetzt nicht so schwierig.
00:15:36: das zu machen.
00:15:37: Aber wirklich ist es, der Laden war sofort verständlich.
00:15:40: Es war sofort klar, worum es geht.
00:15:42: Es war kein langes, ich muss erst mal gucken, was ich jetzt hier machen möchte.
00:15:47: Und das fand ich, das fand ich total beeindruckend, dass das auf so einer kleinen Fläche geht.
00:15:52: Ja, spannend.
00:15:53: Ja, das ist auch so ein bisschen, also das ist wahrscheinlich so ein klassischer Moment, weniger Technik.
00:15:58: Am Ende ist manchmal auch besser, weil der Mehrwert dann ersichtlich ist und dieses Gesamtkonstrukt-Erklärbe ist und du direkt verstanden hast, okay, das ist der Vibe, das ist die Brand, das sind die Produkte.
00:16:14: Ja, spannend.
00:16:14: Das habe ich auch manchmal in großen Bekleidungsläden.
00:16:17: Da denke ich auch manchmal, ja, weniger Technik ist mehr.
00:16:21: Oder setzt die Technik so ein, dass sie funktioniert, zum Beispiel nicht nur Werbung auf Displays, sondern auch als Wegeleitung, die sinnvoll einzusetzen oder dann fällt es doch häufig auf.
00:16:32: Ich meine, wir haben ja auch in der ersten Folge über entspiegelte Displays gesprochen, dass dann tatsächlich heute noch ein Schaufenz dann Displays sind, die nicht entspiegelt sind und man dann wirklich denkt, Moment, ich sehe nicht, was du mir hier gerade zeigen möchtest.
00:16:47: Aus jedem Blickwinkel versuche ich es zu sehen.
00:16:53: vielleicht da nochmal einen Schritt zurück, wenn man sich den Ladenbau auch mal in den letzten Jahren anguckt und da muss ich wirklich sagen, Respekt an die Kollegen aus dem Ladenbau.
00:17:01: Ihr habt es mittlerweile verstanden, nicht nur doch dein Display hinzumachen, wo noch Platz ist, sondern da wo es auch Sinn macht.
00:17:07: Und das hat man halt wirklich, wenn man in Konzepte reinkommt und sieht so, ach, guck mal, da war noch Platz, deswegen haben sie sich mal eben schön da noch ein Display hin gezimmert, ohne Idee, ohne irgendwas.
00:17:17: Aber jetzt ist es mittlerweile klar, weil auch das Thema Digital Signage oder, wie man es auch immer nennen möchte, auch in den Brands definitiv angekommen ist und die Leute auch wissen, okay, ich habe hier einen Kommunikationskanal und muss ihn auch dementsprechend bespielen, um auch den, du hast es eben, das war ja die ursprüngliche Frage, warum gehe ich überhaupt in den Store, um halt die Relevanz zu schaffen?
00:17:40: Weil, wenn ich in den Store komme und da erstmal wild durch die Gegend suche, bringt mir das auch nicht viel.
00:17:47: Wenn ich ein gewisses Produkt suche, wenn ich schlendern möchte, ja, definitiv.
00:17:51: Aber ich glaube, das ist halt wirklich dieser Punkt, wo man versuchen muss, auf verschiedenen Ebenen den Konsumenten auch gerecht zu werden.
00:17:58: Weil der eine will nur das eine Produkt haben, will reinkommen, schnell finden und wieder rausgehen.
00:18:04: Der andere hat vielleicht auch nur online bestellt und will es abholen.
00:18:08: Es will jemand was umtauschen oder was auch immer.
00:18:10: Aber man muss oder man sollte verstehen, wie ein Store aufgebaut ist, relativ schnell.
00:18:19: Und ich finde es immer toll, wenn man relativ schnell die Sprache eines Stores versteht.
00:18:23: Also wenn man einfach schon Gefühl hat, ich komme rein und durch die audiovisuelle Geschichte, die da geboten wird, die Warenpräsentation und so weiter, kann ich mir ein Bild davon machen, was ich zu erwarten habe.
00:18:35: Besonders wenn ich in den Laden reingehe, wo ich den Brand vielleicht nicht kenne.
00:18:39: Das ist halt was, da ist in den letzten Jahren wirklich an den Konzepten eine ganze Menge sehr, sehr gut gearbeitet worden.
00:18:47: Ja, finde ich auch.
00:18:47: Also Store muss ja eigentlich um das auch nochmal so zusammenzufassen ein Erlebnisraum sein, ein bisschen, aber auf der anderen Seite auch Entscheidungsraum.
00:18:55: Also es reicht nicht.
00:18:56: Ich war zum Beispiel auch mal in einem Store.
00:18:59: wo man sich vorher bestellen konnte, schreckstrich musste, was man anprobieren wollte.
00:19:05: Und deswegen immer nur ein Kleidungsstück auf einer Stange.
00:19:09: Und man konnte sich das dann quasi angucken in einer ausgewählten Größe und musste sich das aber in seiner Größe bestellen.
00:19:16: Oder wenn man halt generell was bestellen wollte, dann konnte man es dort abholen.
00:19:19: Und da habe ich auch den ganzen.
00:19:21: Es hat mir so viel gefehlt, weil ich gedacht habe, okay, so wie es hier hängt, habt ihr das auch schon toll auf eurer Website dargestellt.
00:19:28: Also ich kriege jetzt gerade außer Material hier wenig mehr Info und muss schon viel extra Arbeit leisten.
00:19:37: Vorher haben wir das angucken, aussuchen, bestellen, bis ich dann wirklich sage, okay, ich will das jetzt haben oder nicht.
00:19:42: Und das war, fand ich dann ein bisschen zu groß gedacht.
00:19:46: Und wenn es aber beides vereint, also, dass man so ein bisschen Erlebnis hat, sich Dinge anschauen kann.
00:19:51: Aber wenn du, wie du gerade gesagt hast, ich aber auch einfach nur reingehen möchte, um meine Bestellung abzuholen, schnell bezahlen und raus, muss beides gegeben sein.
00:19:59: Ja,
00:19:59: aber ich glaube, da entwickeln sich gerade die unterschließend Konzepte und ich glaube selbst Brands wissen, dass sie mehrere Konzepte fahren müssen oder sie tun sie auch schon.
00:20:10: Also das ist bei großen Sportartikeln, bei Mode Brands nicht früher, sagte man ja, jeder laden sie gleich aus.
00:20:18: Nein, das ist die Bedürfnisse der Kunden werden dementsprechend aufgefangen und dementsprechend versucht man dann auch natürlich, dass ein oder andere Bedürfnisse mehr zu abzudecken in dem einen oder anderen Store als in dem anderen.
00:20:32: Aber genau für dieses Bedürfnis, was man dort bietet, dann schon den perfekten Weg.
00:20:40: Ja, ja.
00:20:42: Ja, und wir haben das eben schon mal kurz angeschnitten.
00:20:45: Die Sache ist ja auch, dass Fachkräftemangel auch im Retail ein großes Thema ist und entsprechend halt auch, wo da alle Stores ein bisschen in die Visiere bringen, weil die sich entsprechend ja auch dem anpassen müssen.
00:21:01: Wir haben eben schon Self-Checkouts angesprochen, aber glaubst du, dass auch dieser Fachkräftemangel dazu führt, dass perspektivisch Stores einfacher werden müssen oder eher komplexer, weil digitale Systeme Personen oder Personal übernehmen muss?
00:21:18: Das Konzept bei weniger Personal muss weniger Ausnahmen bieten, sondern mehr Klarheit.
00:21:23: Das heißt also, wenn ich weniger Personal habe, muss auch klar sein.
00:21:27: für den Store-Besucher, was erwarte ich, was finde ich, wo, wie geht das, wie funktioniert das alles hier?
00:21:34: Auf der anderen Seite natürlich auch für die Mitarbeiter, dass es wesentlich einfacher ist, sich mal schnell einzuarbeiten, schnell da reinzukommen.
00:21:41: Das heißt also, die Klarheit des Ladens bei wenig Personal muss definitiv gegeben sein, aus meiner Sicht.
00:21:47: Und glaubst du, dass das auch diese ganzen, und da höre ich jetzt von den Prozessen, dass das einen Einfluss auf Technologien haben wird auf der Fläche?
00:21:57: Was wir jetzt schon sehen neben Self-Check-Out?
00:21:59: Definitiv.
00:22:01: Ich glaube, bei der Reise der Technologie sind wir am Anfang.
00:22:08: wie verschiedene Systeme Menschen unterstützen können, dabei Entscheidungsfindungen zu treffen, den Weg zu finden oder was auch immer.
00:22:16: Ich glaube, da kommen noch Ideen um die Ecke, die gerade erst in Laboren auch ausgetestet werden.
00:22:22: Aber das kann man ganz klar sagen, man kann auch mit Technologie sehr viel unterstützen und auch einfach vereinfachen.
00:22:29: Ja,
00:22:30: es war halt auch Kamerasysteme mit AI,
00:22:33: ne?
00:22:33: Nicht nur Kamerasysteme mit AI, denn dann kommen wir schon wieder mehr.
00:22:37: zu diesem Thema auch Retail Media.
00:22:39: Aber definitive Self-Check-Out am eigenen Handy oder sonstige Dinge, die einfach wesentlich einfacher zu denken sind und zu machen sind, als wir es heute haben.
00:22:48: Und dafür brauche ich eine Technologieunterstützung, dafür muss ich die Leute abholen.
00:22:52: Die müssen wissen, dass das in dem Laden verfügbar ist.
00:22:55: Sie müssen auch diese Brand awareness haben, dass ich weiß, okay, ich gehe in den Laden rein und kann mich darauf verlassen, was da passiert.
00:23:03: So, ich bestelle auch schon mal ganz gerne Ware, die ich mir dann im Laden abhole.
00:23:08: Und das Spannende ist, wenn ich dann im Laden selber noch was mitgenommen habe.
00:23:11: Das ist ein Drogeriemarkt.
00:23:13: Wenn ich es nächstes Mal in die App reingehe, alles das, was ich mir im Laden dann gekauft habe, ist auch schon wieder bei meinen Produkten dabei.
00:23:18: Und das ist halt wirklich, es ist konvinient.
00:23:21: Es funktioniert.
00:23:23: Ich wechseln nicht häufig Produkte.
00:23:25: Wenn ich einmal was gefunden habe, was ich gut finde, dann bleibe ich ganz gerne auch dabei.
00:23:29: und in diesem Umfeld, dann kann ich das relativ schnell auch in diese Richtung einkaufen.
00:23:34: Ja, spannend.
00:23:36: Und das Thema weg quasi so ein bisschen von wie sollte es eigentlich sein und wie ist es?
00:23:43: Also Nachhaltigkeit, das Thema Nachhaltigkeit ist ja heute überall, also ob wir zu Hause uns für Bioprodukte entscheiden oder Technik, Technologie kaufen und darauf achten, wo sie hergestellt wird und wie.
00:23:56: Ich finde, es wirkt, das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, manchmal alles ein bisschen austauschbar.
00:24:04: Also wir sind alle irgendwie so stetig im Wandel, aber am Ende ist natürlich auch der Preis entscheidend, also fast fashion, was auch immer.
00:24:12: Und man sollte darauf achten oder jeder sollte darauf achten, aber es wirkt immer alles ein bisschen, gleiche Message.
00:24:20: Aber am Ende unter dem Strich kann man halt auch nur das kaufen, was man in Portemonnaie hat.
00:24:26: Das heißt, weggehen vom Konsumer.
00:24:29: Thema Nachhaltigkeit im Retail.
00:24:32: Wo würdest du sagen, ist Nachhaltigkeit wirklich glaubwürdig im Retail?
00:24:37: Nicht aus Konsumenten falten, was ich gerade angesprochen habe, sondern auch von der Technologie her, was der jeweilige Store nutzt.
00:24:46: Ehrlich gesagt, also ich hab jetzt gerade ein wenig gezögert, weil aus meiner Sicht ist das Thema Nachhaltigkeit und alles, was mit Green Signage zu tun hat, sind keine Buzzwords mehr, sondern das ist Realität.
00:25:03: Und der stellen wir uns und der müssen wir uns stellen.
00:25:07: Und wir haben ja als Invidis das auch vor zwei oder drei Jahren sehr stark in den Fokus gerückt und dieses auch als Thema versehen.
00:25:16: Und wenn man, wenn man heute sich das so anguckt, denkt man so, nee, nee, also das ist ja eigentlich schon wieder weg.
00:25:21: Das macht ja gar keiner mehr.
00:25:22: Ich würde es anders, ganz anders bezeichnen.
00:25:24: Es ist.
00:25:25: essentieller Bestandteil des Ganzen.
00:25:27: Es ist nicht mehr Teil, wo man sich, wo man nochmal extra drauf Wert legen muss, sondern es ist genau wie viele andere Dinge, ist es ein essentieller Bestandteil.
00:25:36: Und da fängt es natürlich bei Stromverbrauch, bei Steuerung und Ähnlichem der Systeme an.
00:25:42: Also, wenn ich ein System vierundzwanzig Stunden laufen lasse, dass das mehr Strom verbraucht, als wenn ich es nur sechszehn Stunden laufen lasse, während der Öffnungszeiten.
00:25:50: Das ist ein No-Brainer, aber erschreckenderweise.
00:25:53: nicht für alle, weil da gibt es auch andere Systeme, die da draußen noch immer laufen.
00:26:00: Aber wenn man natürlich dann auch verschiedene Systeme einsetzt und das ist dann auch wichtig, aber nicht nur bei der Technologie, dass man auch darauf achtet, wirklich Werte zu vergleichen und auch sich genau anzugucken, was dahinter steht.
00:26:13: Und es gibt ja ja auch von der EU noch mal verschiedene Dinge, die momentan weiter nach vorne getrieben werden.
00:26:19: Und ich denke, das Thema Nachhaltigkeit, nicht nur bei den Digitalen, sondern auch an den Materialien in den Läden, sieht man sehr, sehr stark.
00:26:28: Es gibt sogar Retailer, die so mutig waren.
00:26:33: Und ich finde es wirklich mutig, ein Mega-Projekt, die eine alte Location, also einen anderen Laden übernommen haben und gesagt haben, okay, wir übernehmen dann auch die kompletten Warenträgersysteme und alles, was dazugehört.
00:26:45: Die sind sogar bis zu den PCs gegangen, die sie weitergeführt haben.
00:26:48: Aber mega, mega Ding, definitiv.
00:26:51: Und das funktioniert natürlich mit gewissen Herausforderungen, besonders wenn IT mit alten Systemen arbeiten, ist da nicht immer das Sinnvollste, weil die ja dann auch wieder mehr Strom verbrauchen als neue.
00:27:03: Aber diese Kreislaufwirtschaft ist schon was, was dahingeht, aber auch natürlich die richtigen Produkte auszuwählen.
00:27:12: Aber diese auch richtig... zu behandeln, also das heißt Device Management, wie kann ich Gräte steuern, dass sie halt nur das tun, was sie auch tun sollen und nicht, wenn sie nichts tun sollen, trotzdem Strom verbrauchen.
00:27:26: Ich glaube, das ist auch ein super Stichwort, was du gesagt hast, weil ich persönlich finde auch, dass Nachhaltigkeit im Retail erst dann glaubwürdig wird, wenn das ein ganzer Kreislauf ist und eben nicht nur gesagt wird.
00:27:41: ein bisschen der Marketing-Sprech verwendet wird.
00:27:45: Im Laden oder auch beim Kauf, dann im Ausschreibungsprozess.
00:27:49: Also diejenigen, die sich mit dem Thema vielleicht auch nicht so auskennen.
00:27:52: Das ist natürlich häufig, dass der Ausschreibung für gemacht werden, weil ja nicht nur ein Laden meistens ausgestattet werden soll, sondern mehrere.
00:28:00: Und es braucht dann auch nicht in einem Laden einen Display.
00:28:02: Und man kennt das ja selber, umso mehr man kauft, umso im besten Fall kriegt man einen besseren Preis.
00:28:07: Also von daher versuchen eigentlich dann solche Ladenbauer das dann zu bündeln und zu schauen, okay, was brauchen wir denn in Summe?
00:28:16: Und da wird dann auch geschaut, oder im besten Fall ist es jetzt inzwischen auch schon Standard, dass dann geschaut, genau was du angesprochen hast, was hat es für einen Stromverbrauch, was für einen Ecolabel, was kann der Display gegebenenfalls oder die Produkte an sich schon mitbringen, auch Material, also nicht nur was macht denn das Produkt XY, was dafür sorgt, dass ich einen nachhaltigen, nachhaltigeren Prozess habe, sondern auch, wie wird er hergestellt?
00:28:46: Aus welchem Material?
00:28:47: Wie ist die Logistik?
00:28:48: Also das ist ganz komplex.
00:28:51: Und ich finde persönlich wird es dann auch erst nachhaltig, wenn auch jeder aus seiner Sicht versucht, diesen Prozess zu bedienen und da das bestmöglichste Ergebnis rauszuholen.
00:29:03: Ansonsten ist es ein leeres Versprechen.
00:29:07: Definitiv, aber ich glaube genau das, was du angesprochen hast in den Zentralen, wo die Ausschreibungen gemacht werden, ist, glaube ich, das angekommen oder kommt immer mehr an, auch wenn es wirklich aus der öffentlichen Diskussion so ein bisschen vielleicht verschwunden ist oder wir meinen es wäre verschwunden.
00:29:25: Ja, es ist nicht mehr Thema, weil es Standard ist und über Standards wird nicht so viel geredet wie über irgendein Hype-Thema.
00:29:36: Es gehört dazu.
00:29:37: Ja, ich finde auch genau, dass das so sehr gut gesagt ist.
00:29:41: Also damit wollte ich nicht sagen, dass es nicht Thema ist, sondern ganz im Gegenteil, dass es auch da eigentlich ja auch nur glaubwürdig bleibt und ist, wenn nicht immer groß kommuniziert wird und sich einzelne Perlen rausgesucht werden, sondern das ganze Thema gelebt wird.
00:29:55: Und vielleicht ist das auch so ein bisschen, vielleicht helfen wir da auch heute so ein bisschen mit dem Podcast, dass Menschen, die sich mit dem Thema nicht so beschäftigen, Dieser Mut zur Klarheit, das wird gelebt und wenn man sich mit Herstellern ein bisschen intensiver oder mit solchen Ausschreibungsprozessen beschäftigt, da wird wirklich inzwischen zum größten Teil der ganze Zyklus betrachtet und auch schon eigentlich fest wird davon ausgegangen, dass man den bedient bestmöglich und nur dann hat man eine Chance in so Läden reinzukommen.
00:30:28: Hier ist aus unserer Sicht als Hersteller für Displays, unter anderem.
00:30:33: Aber wenn wir ehrlich sind, Displays verbrauchen in diesem gesamten Teil sicherlich auch einen großen Anteil davon.
00:30:41: Aber auch nur mal so, wie das vielleicht bei verschiedenen Herstellern auch angekommen ist, als das Thema begonnen hat.
00:30:48: Und wenn wir über das Thema LED sprechen, wo ja auch nochmal sehr, sehr viel Strom verbraucht wird, dann kam dort auf einmal ein Hersteller und sagte, ja, wir haben nur unsere Firmware.
00:30:58: angepasst.
00:31:00: Für die Hörer, das ist die Steuerungssoftware des Gerätes an sich.
00:31:05: Wir haben jetzt die Firma noch mal angepasst und sind jetzt in der Lage, vierzehn Prozent weniger Strom zu verbrauchen.
00:31:10: Wow.
00:31:11: So und das ist was, wo ich dann denke, naja, da wo die Produkte produziert wurden ursprünglich ist Strom kein Thema, aber hier schon und wenn man dann da auch ein bisschen Aufhand reinsteckt, kann man das glaube ich wesentlich effizienter betreiben.
00:31:28: Ja, nie schön.
00:31:29: Also, dann waren wir jetzt ganz tief, bzw.
00:31:32: so tief, wie wir das jetzt in der Kürze machen können und wir möchten ja immer nur so ein klein Beyond-Screen.
00:31:39: Wie läuft es eigentlich hinter den Kulissen?
00:31:41: und so kleine Drops schon mal geben, weil... Du warst ja auch schon Zugast in mehreren anderen Webinars und Produkten.
00:31:47: Das heißt, wenn man sich mit dem Thema noch intensiver auseinandersetzen möchte oder auch mit der Technologie, dann kann man das gerne tun.
00:31:54: Du kannst auch gleich gerne schon ein paar Tipps geben, wie man sich da am besten informieren kann.
00:31:59: Und ansonsten würde ich gerne noch in einen persönlichen Teil ein bisschen übergehen.
00:32:04: Aber bevor ich das mache.
00:32:08: intensiver mit Retail auseinander setzen möchte und wissen möchte, was sind denn die Trends oder also auch gerade technisch.
00:32:17: Wo kann man das wie am besten tun?
00:32:20: Ehrlich gesagt viel lesen.
00:32:22: Also es gibt verschiedene Publikationen um Retail immer wieder aus verschiedenen Ebenen.
00:32:29: Definitiv.
00:32:30: Das ist etwas, was sehr, sehr wichtig ist.
00:32:33: Es gibt natürlich auch Fachmessen.
00:32:36: Es wird in.
00:32:38: Ich glaube, jetzt vier Wochen findet wieder die Euroshop statt, wo ich glaube, da sie ja nur alle drei Jahre stattfindet, das ist die weltweit größte Retail-Messe.
00:32:48: Wenn man sich die Zeit nimmt und bitte nehmt euch Zeit dafür, da auch mal drüber zu gehen, es sind sehr, sehr viele Hallen, auch sehr, sehr viele Dinge werden abgebildet.
00:33:01: Aber das sind so Themen, wo man sich von wirklich der Technologie eines Handscanners für das Einscannen von Produkten bis hin zu kompletten Jobkonzepten, alles sich angucken kann.
00:33:15: Es gibt, glaube ich, sogar wieder die eigene Halle, wo nur Männerkörner drin stehen.
00:33:18: Es gibt das auf verschiedensten Ebenen.
00:33:21: Aber ganz, ganz wichtig da in diesem Umfeld ist wirklich viel Lesen.
00:33:25: Wenn wir das Thema Retail auch digital angehen möchten, haben wir von den Videos eine Academy, wo wir entweder standardisiert oder für Kunden, also das heißt für Brands, Industriepartner oder sonstiges, eigene Schulungen anbieten, wo wir versuchen, erstmal das Ganze grundsätzlich zu erklären.
00:33:43: Das heißt, wenn ich ein Signage-Netzwerk mit verschiedenen Ebenen ansteuern will oder starten möchte.
00:33:51: Wie gehe ich damit um?
00:33:52: oder ich bin neu in meiner Position, weil... ...ich den Job von jemand anders übernommen habe.
00:33:58: Ich habe jetzt auf einmal die Verantwortung über einen Signage-Netz von... ...X-Filialen mit sehr vielen Displays.
00:34:05: Was spielt da mit?
00:34:06: Worum geht's da?
00:34:07: Wie sind die Zyklen von der Innovation, aber auch natürlich von der Investition?
00:34:13: Wie kann ich mit Content umgehen?
00:34:15: Was ist mit KI im Bereich Content?
00:34:17: Da sind wir auch als Invides gerne als Partner.
00:34:20: Da und unterstützen da auch gerne.
00:34:22: Ja, spannend.
00:34:24: Ja, und wie du sagst, es ist ja auch jeder hat ja auch eine andere Tiefe oder einen anderen Fokus.
00:34:28: Von daher waren das schon, glaube ich, mega Tipps.
00:34:31: Bei der EuroShop werden wir auch da sein.
00:34:33: Ich werde das erste Mal auf der EuroShop sein und bin ganz gespannt und werde da mal rumspazieren.
00:34:38: Zieh dir Tonschuhe an.
00:34:39: Ja.
00:34:40: Es ist sehr groß.
00:34:41: Ja.
00:34:42: Es
00:34:42: ist sehr groß.
00:34:44: Das habe ich auch gehört, aber es ist jetzt zum Glück, zum Glück in Anführungszeichen vorher die ISI, unsere größte ...
00:34:51: Das kann man schon mal üben.
00:34:52: ... größte
00:34:53: Messe ja vorher schon.
00:34:54: Und da habe ich da neue Tonschuhe gekauft und habe die dann hoffentlich dann auch perfekt eingelaufen.
00:34:59: Sehr gut.
00:34:59: Passt zur Euroshop.
00:35:02: Aber auf welchem Stand seid ihr dann oder in welcher Halle seid ihr auf der Euroshop?
00:35:06: Das kann ich dir, das pack ich in die Show Notes.
00:35:08: Das weiß ich jetzt auswendig mich.
00:35:11: Aber ich glaube, es war Halle zwei oder drei.
00:35:14: Aber das ist gefährlich halbweit.
00:35:15: Ich pack's in die Show Notes und schick's dir später.
00:35:17: Ich komm gerne vorbei.
00:35:19: Mega, siehst du?
00:35:20: Und dann sehen wir uns auch, wir sehen uns Barcelona und in Düsseldorf.
00:35:26: Ich würde noch ein Tipp teilen, du hattest das damals, als du bei uns im Team warst, uns als Aufgabe damals gegeben bei einem Team Workshop.
00:35:34: Da sollten wir mit offenen Augen einmal einen Store für uns, wo wir denken, best case, ich fühle mich hier total abgeholt und wohl und dann einmal mit offenen Augen rumlaufen und quasi aufschreiben oder analysieren.
00:35:52: Was macht das denn?
00:35:54: Warum fühle ich mich denn hier so gut aufgehoben und wohl?
00:35:58: Und das kann ich jedem nur mitgeben, auch als Rat und Tipp, weil man geht ja manchmal immer so in seinem Schollklappen oder mit Stress, wie auch immer, durch so ein Laden, indem man sich eigentlich super wohl fühlt und hinterfragt das gar nicht.
00:36:14: Aber gerade, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, ist das wirklich super spannend, mal mit offenen Augen das zu analysieren.
00:36:21: Das macht doch total viel Spaß.
00:36:23: und das Interessante war auch damals diesen Bereich, wie viel Displays gibt es überhaupt, wie wenig oder auch digital bei euch, was natürlich Schwerpunkt Displays, aber wie viel digitale Unterstützung gibt es in Läden und dann auch vielleicht mal zu gucken, wenn da so so irgendwas in der Ecke steht und dann auch mal auszuprobieren, was ist das überhaupt, hilft mir das, hilft mir es nicht.
00:36:44: Wie funktioniert das?
00:36:45: Nur so kann natürlich auch so ein Betreiber von einem Store langsam herausfinden.
00:36:51: kann er seine Kunden besser betreuen.
00:36:54: Also das funktioniert auch manchmal einfach auf diesen Weg.
00:36:58: Ja, ja.
00:37:00: Okay, dann kommen wir zum letzten, vorletzten Part beziehungsweise.
00:37:04: Es gibt nämlich in jeder Folge einen persönlichen kleinen Fragenhagel, den ich, also ich werde dir zwei Begriffe um die Ohren werfen und du antwortest bitte komplett aus dem Bauch heraus, was du impulsiv für welche Option du dich entscheiden würdest.
00:37:23: Bist du bereit?
00:37:24: Ich gebe mir Mühe.
00:37:25: Ja, los geht's.
00:37:28: Ja, let's go.
00:37:30: Sehr gut.
00:37:31: Also, wir beide kommen ja aus dem weitestgehend Rheinland, würde ich mal so mit vielen Klammern sagen.
00:37:41: Und deswegen darauf zielt jetzt quasi die erste Frage ab.
00:37:45: Wir nehmen nämlich jetzt quasi Ende Januar auf.
00:37:48: Und jetzt wird es ganz entscheidend.
00:37:50: Hello oder Alarm?
00:37:51: Ich habe das erste nicht verstanden, es gibt nur Alarm.
00:37:57: Sehr gut, sehr gut.
00:37:59: Planung oder Intuition?
00:38:02: Geplante Intuition.
00:38:06: Auch fair.
00:38:08: Arbeiten im Urlaub, also auch im Urlaub Stores angucken, ja oder nein?
00:38:13: Ja.
00:38:15: Feierabendbier oder Kaffee?
00:38:19: Gerne Kaffee.
00:38:21: Ja.
00:38:23: Gerne erstmal
00:38:23: Kaffee.
00:38:24: Ja, erstmal Kaffee oder Tee.
00:38:26: Tee.
00:38:28: ISI Amsterdam oder Barcelona?
00:38:31: Barcelona.
00:38:32: Das wäre auch meine Frage.
00:38:34: Alleine wegen dem Wetter.
00:38:36: Also alleine.
00:38:38: Warum?
00:38:38: Ist ganz einfach.
00:38:39: Ganz davon abgesehen.
00:38:41: Amsterdam ist mittlerweile zu klein und alles was dazu gehört.
00:38:44: Aber die Messe beginnt erst um zehn und dann kann man so, wenn man Also wir sind ja meistens irgendwie machen wir uns so gegen neun auf den Weg zur Messe.
00:38:53: Wenn man dann nach draußen tritt, den blauen Himmel sieht und sich an der Ecke ein Kaffee Con Lecce für ein Sechzig holt und den in der Sonne trinkt, dann ist die Frage für ewig beantwortet.
00:39:07: Ja.
00:39:08: Ja, hundert Prozent.
00:39:09: oder auch abends, wenn man sich noch irgendwie mit jemandem treffen möchte und in der Meile am Meer sitzt oder mit Blick aufs Meer, das ist ja schon ganz anders als mit Blick auf einen Kanal.
00:39:23: Auch schön, nicht zu unterschätzen.
00:39:27: Nächste Frage.
00:39:29: Roadtrip oder schnell mit dem Flugzeug ankommen?
00:39:34: Roadtrip.
00:39:35: Und letzte Frage.
00:39:38: Stadtbummel oder Einkaufszentrum?
00:39:40: Stadtbummel, Fedelsbummel.
00:39:44: Wobei ich auch Einkaufszentrum manchmal mag.
00:39:48: Ich kann das nachvollziehen.
00:39:49: Ja, also wenn ich jetzt irgendwo fremd bin, würde ich aber ganz gerne erst mal so ein bisschen gucken, wobei es gibt halt viele Einkaufsstraßen, das muss man immer auch ganz ehrlich sagen, die sehen halt aus wie alle anderen auch.
00:39:57: Also das ist dann ein bisschen schwierig.
00:39:59: Deswegen, wenn man dann aber so ein Viertel hat, wo man irgendwo rumgehen kann, das ist dann ganz toll.
00:40:04: für das Zielgerichtete einkaufen ist ein Center-Kanate.
00:40:09: Ja,
00:40:09: stimmt.
00:40:10: Mit Parken und allem.
00:40:11: Das liebe ich, wenn du schnell, schnell was erledigen musst.
00:40:13: Ja, sehr gut.
00:40:15: Dann, das war unser Fragenhagel und es kommt noch unsere Standardfrage.
00:40:20: Und dann werde ich dich auch langsam in deinen verdienten Podcast-Feierabend in Anfangszeichen verabschieden.
00:40:29: Und zwar, wir haben immer eine feste Frage im Podcast hier bei Beyond the Screen.
00:40:34: ... die ich auch jedem Gast stelle, neben dem Fragenhagel.
00:40:38: Und zwar, was war dein persönlicher Beyond the Screen Moment in letzter Zeit?
00:40:44: Also irgendein Moment, der dir gezeigt hat, dass es im Retail um mehr als Flächentechnik oder Konzepte geht.
00:40:54: Also quasi irgendwas wirklich beyond the screen, das über die Technik hinaus oder hinter den Kulissen quasi
00:41:02: im Retail ist.
00:41:02: Ja, ich war ... kleinen Store, der auch zu einer grundsätzlich großen Marke gehört, der aber vom Konzept komplett anders aufgebaut war.
00:41:10: Und ich glaube, am Ende habe ich drei Viertelstunde mit dem Mitarbeiter mich da unterhalten, über verschiedenste Dinge von Hölzchen auf Stückchen, von Konzept zu... ...zu Idee und allem Weiteren.
00:41:22: Und das war nochmal dieses ... ... Ja, diese Differenzierung findet mittlerweile statt.
00:41:27: Es ist nicht nur das eine, was ... ... one covers all, sondern ... ... dass man wirklich auch in den Store-Konzepten ... ... und allem, was dazugehört, differenziert.
00:41:35: Und das beschreibt auch der Laden, ... ... den ich ganz am Anfang geschrieben hatte, ... ... wo es halt hauptsächlich um die ... ... um die schnelle Drehen von Ware ging.
00:41:44: Also diese Differenzierung ... ... und dafür eine größere Relevanz für den Kunden zu schaffen.
00:41:48: Das ist, glaube ich, das ... was ich am faszinierendsten finde.
00:41:52: Ein hervorragender Abschluss.
00:41:53: Dann, Markus, vielen herzlichen, herzlichen Dank für heute die Aufnahme deiner Offenheit, den ehrlichen Blick hinter die Kulissen.
00:42:02: Es ist ja auch immer spannend, auch nochmal zu sehen, wie du arbeitest und was du alles so erlebst.
00:42:09: Ich hoffe, dass wir heute einen kleinen Einblick geben konnten und ein paar Gedanken anstoßen konnten, sich mit dem Thema Retail auseinanderzusetzen.
00:42:18: oder wieso bestimmte Dinge so sind, wie sie sind.
00:42:21: Und ja, ich hoffe, dass du noch eine wundervolle Session hast jetzt Ende Januar, wenn man es hört und sich wundert, wenn man es später hört.
00:42:30: Also vielen herzlichen Dank, dass du bei Beyond the Screen dabei warst.
00:42:35: Auch dir vielen Dank, Noel.
00:42:36: Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:42:38: Find ich ein tolles Format und Aachen und Kölner Alarv.
00:42:42: Ja.
00:42:44: Und vielleicht machen wir ja mal, wenn die höre, also ihr könnt euch ja auch immer gerne bei uns bei Instagram melden oder bei LinkedIn bei mir, wenn ihr euch andere Themen wünscht oder bestimmte Themen tiefer gehen wollt, dann vielleicht würde Markus sich ja nochmal für eine Spezialfolge stellen, zur Verfügung stellen und wir gehen ein bisschen tiefer rein.
00:43:04: Sehr gerne.
00:43:04: Dann nochmal vielen herzlichen Dank und ich wünsche euch allen einen wundervollen Resttag oder Abend.
00:43:11: Je nachdem.
00:43:12: Tschüss.
00:43:31: Tschüss!
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